Newsletter 2022/21

Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e.V. (BDW) reagiert entsetzt auf die Ankündigung von Robert Habeck, wieder stärker auf Kohlestrom zu setzen – während parallel dazu die Vernichtung von jährlich drei Milliarden Kilowattstunden Strom aus kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland durch die Novelle des EEG 2023 geplant wird.

„Es ist ein himmelschreiender Dissens!“

Rund 6.500 Betreiber von kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland fürchten seit diesem Frühjahr um die Existenz ihrer Anlagen, die durch die geplante Streichung der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 gefährdet ist. Etwa drei Milliarden Kilowattstunden schadstofffreien Strom produzieren sie jedes Jahr. Sie versorgen damit deutschlandweit rund eine Million Haushalte sowie ihre kleinen und mittelständischen Betriebe mit dezentral erzeugter, regenerativer und CO2-freier Energie. Sie reduzieren den Bedarf an klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um jährlich rund 3 Millionen Tonnen CO2 und verringern den Bedarf an fossil erzeugten Stromimporten. Also genau das, was im Sinne der Energiewende und des Klimaschutzes dringend gefordert ist. Dabei erfüllen sie sämtliche Umweltschutzauflagen, denn sonst wäre der Betrieb ihrer Anlagen rechtlich gar nicht zulassungsfähig.

Umso fassungsloser sind die Anlagenbetreiber angesichts der Ankündigung von Bundesminister Robert Habeck, dass er wieder stärker auf die Stromerzeugung mit Kohlekraftwerken setzen will – bekanntermaßen die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung.

Wasserkraft statt Kohlestrom

Aufgrund der verminderten Gaslieferungen aus Russland hat die Bundesregierung heute die Alarmstufe des nationalen Notfallplans Gas ausgerufen. Am 8. Juli 2022 soll das Gesetz den Bundestag passieren, dass wieder vermehrt Kohlekraftwerke ans Netz geholt werden können. Zugleich appelliert die Regierung an Wirtschaft und Bevölkerung, alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu nutzen. „Bei allem Respekt und Verständnis dafür, dass viele Optionen in Betracht gezogen werden müssen, um eine mögliche Gaslücke im Winter zu vermeiden, ist es absolut nicht verständlich, dass[weiterlesen]

 

 

Newsletter 2022/20

Die Bayerische Gemeindezeitung veranstaltet am 20. Juli 2022 in der Stadthalle Gersthofen das 8. Bayerische WasserkraftForum, zu dem wir Sie herzlich einladen.

Angesichts der derzeitigen Energiekrise brauchen wir JEDE Kilowattstunde Strom, besonders wenn wir sie vor Ort, dezentral und CO2-frei produzieren können. Wasserkraft ist grundlast- und speicherfähig.
Durch Ihre Teilnahme unterstützen Sie den Dialog um die bayerische Wasserkraft! Nutzen Sie diese Chance auch, um Ihr Netzwerk zu vergrößern!

Als LVBW-Mitglied haben Sie kostenlosen Zutritt. Bitte melden Sie sich bei der Registrierung als „Partner“ an und geben im Feld „GZ Abo Kundennummer“ Ich bin dabei ein.

Es erwartet Sie ein interessantes Programm zum

8. Bayerischen WasserkraftForum

  • Begrüßung: Constanze von Hassel | Bayerische GemeindeZeitung
  • Grußworte: Bürgermeister Michael Wörle | Stadt Gersthofen
  • Wasserkraft als unverzichtbare Säule für die Energiewende in Bayern: Dr. Johann Niggl | Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
  • Wasserkraft in Zeiten des Klimawandels – Aufgaben und Perspektiven: Michael Bohlinger | LEW Wasserkraft
  • Wasserkraft und Ökologie – Miteinander statt Widerspruch: Karl-Heinz Gruber | VERBUND Innkraftwerke GmbH
  • Wie kann sich die Wasserkraft im Konzert der erneuerbaren Energien öffentlich besser darstellen? Dr. Manfred Ahlers | Journalist und Fernsehproduzent
  • IT-Sicherheit in kritischen Infrastrukturen (Schwerpunkt OT bzw. industrielle Steuerungen): Dr. Heidrun Benda | Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  • Die großen Leistungen der kleinen Wasserkraft: Fritz Schwaiger & Andrea von Haniel | Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V. (VWB)
  • VBEW – Position zur Wasserkraft in der Praxis: Dipl.- Ing. Georg Loy | Vorsitzender des VBEW-Arbeitsausschuss Wasserkraft

Im Anschluss an die Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk Gersthofen zu besichtigen. Es ist Teil des Augsburger Wassermanagement-Systems, das seit 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Die Teilnehmerzahlen zur Besichtigung sind begrenzt, deshalb sollten Sie sich bei Interesse schnell anmelden.

Newsletter 2022/19

Berlin, 3. Juni 2022: gemeinsame Pressemitteilung vom Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) e. V. und dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)

„Retten Sie die kleine Wasserkraft für das Gelingen der Energiewende“

BDW und BEE appellieren in offenem Brief an Bundesminister Robert Habeck, Existenz von rund 90 Prozent der Wasserkraftanlagen in Deutschland nicht durch Diskriminierung im EEG 2023 zu gefährden ++ Wasserkraft braucht Unterstützung statt Abschaffung

In einem offenen Brief haben der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) heute an Bundesminister Robert Habeck appelliert, die Änderungsvorschläge für Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 rückgängig zu machen. Bei Umsetzung des Gesetzentwurfs droht ein existenzvernichtender Rückbau von rund 90 Prozent der etwa 7.300 Wasserkraftanlagen in Deutschland. Um das durch Studien belegte Potenzial der Wasserkraft für die Energiewende und den Klimaschutz auszuschöpfen, sollten vielmehr die Rahmenbedingungen für die Anlagen verbessert werden.

Die sogenannte „kleine“ Wasserkraft ist eine wesentliche und stabilisierende Komponente im deutschen Energieversorgungssystem. Sie steht für die verlässliche, flexibel regelbare und versorgungssichere Erzeugung von rund 3 TWh Strom pro Jahr, mit denen ca. 1 Mio. Haushalte mit klimafreundlicher Energie versorgt werden. Diese Anlagen vermeiden gleichzeitig jährlich rund 3 Mio. t Treibhausgasemissionen sowie Umweltkosten von mehr als 580 Mio. Euro. „Das ist angesichts der Kostenkrise fossiler Energieträger und der Klimakrise ein signifikanter Beitrag, auf den wir nicht verzichten können“, betont BDW-Präsident Hans-Peter Lang.

Die wertvollen netzdienlichen Eigenschaften der Wasserkraft vermeiden Netzausbaukosten von rund einer Milliarde Euro. [weiterlesen]

Newsletter 2022/18

Tage der Wasserkraft Ende Mai in Bayern lockten Hunderte von Besuchern an ++ Besucher äußern großes Unverständnis für die Pläne der Ampel-Regierung ++ Kommunalpolitiker sichern Unterstützung zu

„Bayern ist ein Wasserkraftland, die Wasserkraft muss erhalten bleiben“

München / Regensburg, 2. Juni 2022. Auf großes Interesse aus der Bevölkerung und viel Unterstützung von Bürgermeistern, Land- und Gemeinderäten sowie Bundestagsabgeordneten sind die Tage der Wasserkraft Ende Mai gestoßen.
21 Betreiber von Wasserkraftanlagen in ganz Bayern hatten zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. „Zukunft Strom – gemeinsam mit der Wasserkraft“ lautete das Motto.

Auf Führungen und in Vorträgen stellten sie die älteste regenerative Energie im Freistaat vor, die auch heute noch etwa 15 Prozent zur Gesamtstromerzeugung in dem Bundesland beiträgt. Dabei informierten sie über ein ernstes Anliegen: Sollte das novellierte Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) mit dem aktuellen Gesetzesentwurf Anfang 2023 in Kraft treten, droht vielen Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung langfristig das Aus. Denn die Bundesregierung sieht vor, die Einspeisevergütung für Strom aus kleinen Wasserkraftanlagen zu streichen. Dies stieß bei den Besuchern ebenso wie bei Kommunalpolitikern auf Unverständnis – gehören doch die mittelständischen Betriebe wie Getreidemühlen und Sägewerke mit ihren Wasserkraftanlagen fest zum Ortsbild und zur lokalen Wirtschaft dazu. Schon im Vorfeld, aber auch auf den Veranstaltungen betonten die Politiker ihr Unverständnis für die Pläne der Ampel-Regierung und sicherten den heimischen Betrieben ihre Unterstützung zu.

Kulturelles Erbe droht zerstört zu werden [weiterlesen]

LVBW + VWB

Newsletter 2022/17

Informationen über die Wasserkraft für den Ausschuss für Klimaschutz und Energie

 

Sehr geehrte Mitglieder,
sehr geehrte Freund*innen der Wasserkraft,

das EEG 2023 wird wahrscheinlich Mitte/Ende Juni 2022 verabschiedet. Wir sind in der Zeit der Anhörungen und Lesungen zu diesem Gesetz. Unsere Aktionen wie der „Tag der Wasserkraft“, viele Treffen mit Lokalpolitikern, Mitgliedern des Landtags und vor allem mit Mitgliedern des Bundestages zeigen Wirkung.

Wir mussten ein großes Informationsdefizit feststellen und die meisten Abgeordneten hatten kein besonderes Wissen um die Wasserkraft und deren spezifische Bedeutung bei den Regenerativen Energien in Bayern und auch in Deutschland. Die Bayerische Regierung hat dies bereits erkannt und unterstützt uns, soweit ihr Einfluss reicht.

Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung:
Bericht aus der Kabinettssitzung vom 17. Mai 2022

Im Rest der Bundesrepublik Deutschland sind aber nach wie vor große Wissenslücken vorhanden und dies spielt für die endgültige Abstimmung des Bundestages eine große Rolle.
Mit dem EEG 2023 im Besonderen befasst sich der Ausschuss für Klimaschutz und Energie. Er kann unter www.bundestag.de/klimaschutz gefunden werden. Er besteht aus 34 ordentlichen Mitgliedern, die letztendlich für oder gegen die „Kleine Wasserkraft“ stimmen werden.

Es liegt jetzt an uns und unserer Lobby, diese MdB zu informieren und über die Auswirkungen ihrer Entscheidung aufzuklären.

Dazu finden Sie hier: