Newsletter 2022/23

5000 Unterschriften für die Wasserkraft – wir unterstützen die von Jana Schäfer initiierte Petition:

Klimaschutzministerium zerstört kleine Wasserkraftanlagen

„Kleine Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung sollen künftig aus EEG-Vergütung fallen, jedes Jahr sollen zig Millionen Kilowattstunden CO2-freier, importunabhängiger Strom wegfallen.
Wir als produzierende Wassermühle erzeugen unsere Energie seit ca 1200 Jahren selbst und speisen den Strom aus den Turbinen – ca. 130 kW, seit Jahrzehnten in das Netz der Stradt Freyburg ein, damit soll nun Schluß sein?

Mühle Zeddenbach

Wir, die Mühle Zeddenbach aus Freyburg – WIR SAGEN NEIN!!!“ …. [hier gehts zur Petition]

Wir haben unterschrieben. Sind Sie auch dabei?

Newsletter 2022/22

Presseinformation des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke e.V. (BDW):

Absurd: Energiekrise in Deutschland und gleichzeitig werden die Wasserkraftwerke abgeschafft

Nächste Woche steht das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ in Berlin zur Abstimmung im Bundestag: Habecks „Osterpaket“. Damit sollen bürokratische Hemmnisse beseitigt und der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien ermöglicht werden. Aber die Realität sieht anders aus:

Habecks „Osterpaket“ bedeutet für die Wasserkraft genau das Gegenteil:
· Wasserkraftanlagen unter 500 kW Leistung fallen künftig aus der EEG-Vergütung. Ertüchtigungen und Neubauten werden so verhindert.
· Das neu eingeführte, „überragende öffentliche Interesse“ für erneuerbare Energien gilt NICHT für die Wasserkraft. Dadurch entsteht eine 2-Klassengesellschaft in der erneuerbaren Energieerzeugung. Das betrifft in Deutschland rund 7.300 Anlagen.
· Für viele bedeutet dies über kurz oder lang das AUS.

Gesetzesinitiative schockiert:
Der Koalitionsvertrag hat noch für Euphorie und Aufbruchsstimmung in der Branche gesorgt. Dann aber kam Habecks „Osterpaket“. Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW):
„Wir trauten unseren eigenen Augen nicht: ALLE Erneuerbaren waren im überragenden Öffentlichen Interesse, nur die Wasserkraft nicht. Zudem wurden alle Wasserkraftanlagen unter 500 Kilowatt von der EEG-Vergütung ausgeschlossen. Ertüchtigungen und Neubauten werden so ausgebremst.“

Mittelständische Wasserkraftanlagen für die Klimawende unbedeutend?
Was die Wasserkraftunternehmer besonders stört, ist die Überheblichkeit, mit der in der Gesetzesbegründung behauptet wird, dass die Energieausbeute von rund 6.500 Wasserkraftanlagen „für den Klimaschutz unbedeutend sei“
· Die sogenannte „kleine“ Wasserkraft erzeugt jährlich rund 3 TWh Strom, das ist genug CO2-freie Energie für rund 1 Mio. Haushalte.
· Wasserkraft liefert auch bei Dunkelheit und Flaute stetig und zuverlässig Strom und ist unverzichtbar für die Netz- und Systemstabilität. …[weiterlesen]

 

 

Newsletter 2022/21

Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e.V. (BDW) reagiert entsetzt auf die Ankündigung von Robert Habeck, wieder stärker auf Kohlestrom zu setzen – während parallel dazu die Vernichtung von jährlich drei Milliarden Kilowattstunden Strom aus kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland durch die Novelle des EEG 2023 geplant wird.

„Es ist ein himmelschreiender Dissens!“

Rund 6.500 Betreiber von kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland fürchten seit diesem Frühjahr um die Existenz ihrer Anlagen, die durch die geplante Streichung der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 gefährdet ist. Etwa drei Milliarden Kilowattstunden schadstofffreien Strom produzieren sie jedes Jahr. Sie versorgen damit deutschlandweit rund eine Million Haushalte sowie ihre kleinen und mittelständischen Betriebe mit dezentral erzeugter, regenerativer und CO2-freier Energie. Sie reduzieren den Bedarf an klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um jährlich rund 3 Millionen Tonnen CO2 und verringern den Bedarf an fossil erzeugten Stromimporten. Also genau das, was im Sinne der Energiewende und des Klimaschutzes dringend gefordert ist. Dabei erfüllen sie sämtliche Umweltschutzauflagen, denn sonst wäre der Betrieb ihrer Anlagen rechtlich gar nicht zulassungsfähig.

Umso fassungsloser sind die Anlagenbetreiber angesichts der Ankündigung von Bundesminister Robert Habeck, dass er wieder stärker auf die Stromerzeugung mit Kohlekraftwerken setzen will – bekanntermaßen die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung.

Wasserkraft statt Kohlestrom

Aufgrund der verminderten Gaslieferungen aus Russland hat die Bundesregierung heute die Alarmstufe des nationalen Notfallplans Gas ausgerufen. Am 8. Juli 2022 soll das Gesetz den Bundestag passieren, dass wieder vermehrt Kohlekraftwerke ans Netz geholt werden können. Zugleich appelliert die Regierung an Wirtschaft und Bevölkerung, alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu nutzen. „Bei allem Respekt und Verständnis dafür, dass viele Optionen in Betracht gezogen werden müssen, um eine mögliche Gaslücke im Winter zu vermeiden, ist es absolut nicht verständlich, dass[weiterlesen]

 

 

Newsletter 2022/20

Die Bayerische Gemeindezeitung veranstaltet am 20. Juli 2022 in der Stadthalle Gersthofen das 8. Bayerische WasserkraftForum, zu dem wir Sie herzlich einladen.

Angesichts der derzeitigen Energiekrise brauchen wir JEDE Kilowattstunde Strom, besonders wenn wir sie vor Ort, dezentral und CO2-frei produzieren können. Wasserkraft ist grundlast- und speicherfähig.
Durch Ihre Teilnahme unterstützen Sie den Dialog um die bayerische Wasserkraft! Nutzen Sie diese Chance auch, um Ihr Netzwerk zu vergrößern!

Als LVBW-Mitglied haben Sie kostenlosen Zutritt. Bitte melden Sie sich bei der Registrierung als „Partner“ an und geben im Feld „GZ Abo Kundennummer“ Ich bin dabei ein.

Es erwartet Sie ein interessantes Programm zum

8. Bayerischen WasserkraftForum

  • Begrüßung: Constanze von Hassel | Bayerische GemeindeZeitung
  • Grußworte: Bürgermeister Michael Wörle | Stadt Gersthofen
  • Wasserkraft als unverzichtbare Säule für die Energiewende in Bayern: Dr. Johann Niggl | Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
  • Wasserkraft in Zeiten des Klimawandels – Aufgaben und Perspektiven: Michael Bohlinger | LEW Wasserkraft
  • Wasserkraft und Ökologie – Miteinander statt Widerspruch: Karl-Heinz Gruber | VERBUND Innkraftwerke GmbH
  • Wie kann sich die Wasserkraft im Konzert der erneuerbaren Energien öffentlich besser darstellen? Dr. Manfred Ahlers | Journalist und Fernsehproduzent
  • IT-Sicherheit in kritischen Infrastrukturen (Schwerpunkt OT bzw. industrielle Steuerungen): Dr. Heidrun Benda | Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  • Die großen Leistungen der kleinen Wasserkraft: Fritz Schwaiger & Andrea von Haniel | Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V. (VWB)
  • VBEW – Position zur Wasserkraft in der Praxis: Dipl.- Ing. Georg Loy | Vorsitzender des VBEW-Arbeitsausschuss Wasserkraft

Im Anschluss an die Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk Gersthofen zu besichtigen. Es ist Teil des Augsburger Wassermanagement-Systems, das seit 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Die Teilnehmerzahlen zur Besichtigung sind begrenzt, deshalb sollten Sie sich bei Interesse schnell anmelden.

Newsletter 2022/19

Berlin, 3. Juni 2022: gemeinsame Pressemitteilung vom Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) e. V. und dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)

„Retten Sie die kleine Wasserkraft für das Gelingen der Energiewende“

BDW und BEE appellieren in offenem Brief an Bundesminister Robert Habeck, Existenz von rund 90 Prozent der Wasserkraftanlagen in Deutschland nicht durch Diskriminierung im EEG 2023 zu gefährden ++ Wasserkraft braucht Unterstützung statt Abschaffung

In einem offenen Brief haben der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) heute an Bundesminister Robert Habeck appelliert, die Änderungsvorschläge für Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 rückgängig zu machen. Bei Umsetzung des Gesetzentwurfs droht ein existenzvernichtender Rückbau von rund 90 Prozent der etwa 7.300 Wasserkraftanlagen in Deutschland. Um das durch Studien belegte Potenzial der Wasserkraft für die Energiewende und den Klimaschutz auszuschöpfen, sollten vielmehr die Rahmenbedingungen für die Anlagen verbessert werden.

Die sogenannte „kleine“ Wasserkraft ist eine wesentliche und stabilisierende Komponente im deutschen Energieversorgungssystem. Sie steht für die verlässliche, flexibel regelbare und versorgungssichere Erzeugung von rund 3 TWh Strom pro Jahr, mit denen ca. 1 Mio. Haushalte mit klimafreundlicher Energie versorgt werden. Diese Anlagen vermeiden gleichzeitig jährlich rund 3 Mio. t Treibhausgasemissionen sowie Umweltkosten von mehr als 580 Mio. Euro. „Das ist angesichts der Kostenkrise fossiler Energieträger und der Klimakrise ein signifikanter Beitrag, auf den wir nicht verzichten können“, betont BDW-Präsident Hans-Peter Lang.

Die wertvollen netzdienlichen Eigenschaften der Wasserkraft vermeiden Netzausbaukosten von rund einer Milliarde Euro. [weiterlesen]